The Journey im Westville Gefängnis in Durban – Südafrika
(Entnommen und übersetzt durch Silke Busse von Journey Outreach Afrika in der Version von 2008)

Das Projekt wurde im Jahr 2006 initiiert, um weibliche Häftlinge des Westville Gefängnisses mithilfe von Journey Arbeit zu unterstützen. Ein Jahr später – mit einem engagierten Team aus 4 Journey Practitionern – weitete es sich auch auf andere Abteilungen des Gefängnisses aus.

Sowohl Gruppen- als auch Einzelsitzungen wurden an 37 Insassen im Alter von 15-69 Jahren weiter gegeben. Das Strafmaß lag von zwei Jahren bis zu lebenslänglich. Die Mehrheit der Teilnehmer des Programms waren für Mord verurteilt, gefolgt von Raub und Betrug.

Das Team hatte viele Herausforderungen zu überwinden, wie zum Beispiel überhaupt Zugang zu den Gefangenen zu bekommen. Das Personal behinderte vorerst die Aktion, indem es die Gefangenen zwang, in ihren Zellen zu bleiben, oder es war schwierig, Termine mit Insassen zu vereinbaren, die nur sehr wenig Freizeit hatten.

Der größte Erfolg bei den Teilnehmern war ein Umdenken und Erkennen, dass sie selbst keine Opfer waren.

Die Arbeit in diesem Gefängnis war so erfolgreich, dass das Team jetzt (2008) dabei ist, eine Qualitätskontrolle zu erarbeiten. Damit kann Journey Outreach ein Dienstleister der Strafvollzugsbehörde von Westville in Bezug auf die Rehabilitation von Straftätern werden.

Anfang 2008 haben weitere 22 Straftäter darum gebeten, an dem Journey Programm teilnehmen zu dürfen, und sie wurden bereits aufgenommen.

Strafvollzugsbehörde Westville, Durban, Kwa Zulu Natal in Südafrika
(Entnommen und übersetzt durch Silke Busse von Journey Outreach Afrika in der Version von ca. 2011)

Das Projekt wurde 2006 auf den Weg gebracht um Insassinnen des Westville Gefängnisses Journey-Arbeit zukommen zu lassen. Es ist bis nach Durban und Kwa Zulu Natal gewachsen. Ziel des Programms ist es Straftätern ein umfangreiches Rehabilitations-Programm anzubieten, damit sie nicht wieder rückfällig werden, und damit ihnen die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung stehen, um sich nach ihrer Entlassung wieder in ihre Familie und Gesellschaft zu integrieren.

Seit 2006 hat sich das Journey Outreach Rehabilitations-Programm zu einem gut strukturierten und dokumentierten Programm entwickelt, das eng mit der Strafvollzugsbehörde zusammen arbeitet. Über 500 Strafgefangene haben bisher daran teilgenommen, und über 800 Einzel- und Gruppen-Journeys haben stattgefunden, und es wächst noch weiter.

Als Gefängnis-Angestellte und Insassen von Jahr zu Jahr vertrauter mit der Journey-Arbeit wurden, sind wir bei der Verbreitung der Arbeit auf immer mehr Offenheit gestoßen. Einige der Straftäter, die in den vorangegangenen Jahren an dem Programm teilgenommen hatten, ermutigten Ihresgleichen zur Journey-Arbeit. Die Gefängnis-Angestellten unterstützen unsere Arbeit inzwischen sehr. Ihre Empfehlung hilft den Journey Practitionern, die Arbeit schneller zu verbreiten, und viele der Angestellten haben auch schon selbst an Journey-Prozessen teilgenommen. Die Sozialarbeiter und Fachbereichsleiter (case supervisors) verwenden die von Journey Outreach vorgelegten Berichte, um zweimal jährlich neue Einsichten und ein besseres Verständnis für den emotionalen Zustand und den Fortschritt der Straftäter zu erhalten.

Das Programm wurde von den Mitarbeitern der „Care und Development“ in Durban empfohlen, und wird von dessen Direktorat laufend bezüglich seiner Qualität überprüft und überwacht.

Die Voraussetzung dafür, an diesem Programm ehrenamtlich mitzuarbeiten ist, akkreditierter Journey Practitioner zu sein oder dieses anzustreben.

Selbst aktiv werden
Haben Sie Kontakt zu einem Gefängnis, einem Frauengefängnis oder einer Jugendstrafanstalt?
Sehen Sie Journey-Arbeit in diesem Bereich als hilfreich an?
Dann wenden Sie sich gerne an uns: Dorothe Trassl  und  Silke Busse

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